Was einst das Stewart GP Privatteam war, wurde später zum Jaguar Racing Team, das vom Ford-Konzern unterstützt wurde. Erst als im Jahr 2004 Red Bull den Rennstall übernahm, wurde ein Team, das sich getrost mit Größen wie Ferrari oder Mercedes messen konnte.

Bereits in der ersten Saison sorgte das Red Bull Racing Team für Überraschungen. Sie nahmen den Piloten David Coulthard, der von McLaren aussortiert wurde, und die Jungspunde Christian Klien und Tonio Liuzzi, die Cockpit-Sharing betrieben, unter Vertrag. Insgesamt konnte das Team recht schnell überzeugen.

Der erfolgreiche Geschäftsmann aus Österreich, Dietrich Mateschitz, der schon die weltbekannte Energie-Drink-Marke Red Bull gegründet hatte, schaffte es, den etwas ermüdeten Rennstall mit PR-Events neuem Schwung zu verleihen. Er kaufte das Minardi-Team und verpflichtete Adrian Newey. Außerdem ging er einen Motorendeal mit Ferrari ein. Das verhalf Matteschitz, mit Red Bull im Rennzirkus schnell ernst genommen zu werden.

Im Jahr 2007 wechselte Red Bull vom Motorenpartner Ferrari zu Renault, dem der Rennstall auch heute noch seine Treue hält. Das Team arbeitete sich schnell hoch und befand sich auch immer häufiger auf dem Podium. Im Jahr 2009 lieferte Adrian Newey einen Geniestreich mit dem RB5 2009. Beim Rennen in China, bei dem Sebastian Vettel am Steuer saß, wurde damit nicht nur die erste Pole Position der Teamgeschichte eingefahren, sondern am darauffolgenden Tag auch der erste Sieg von Red Bull.

Im ersten Jahr blieb dem RB5 der WM-Sieg aufgrund der mangelnden Zuverlässigkeit verwehrt, allerdings gewann Red Bull bereits im Jahr 2010 die Weltmeisterschaft. Zu verdanken ist dies vor allem Sebastian Vettel und seinen Teamkollegen Mark Webber, die sich das ganze Jahr über ein aufregendes Duell lieferten, das Vettel in Abu Dabi schließlich für sich entschied. Auch ein Jahr später gelang es Vettel abermals, den Titel nach Hause zu holen. Die Siegesserie sollte nicht abreißen, denn auch im Jahr 2012 lieferte Vettel in der zweiten Saisonhälfte eine Aufholjagd gegen Fernando Alonso, die er schließlich für sich entschied. Das machte ihn zum jüngsten Dreifachweltmeister in der Geschichte der Formel 1.

Als Vettel 2014 mit dem neuen Teamkollegen Daniel Riccirdo an den Start ging, endete die Erfolgsserie für Red-Bull. Das lag vor allem daran, dass die neue Ära von Hybrid-Motoren dem Team zu schaffen machte. Vettel wechselte daraufhin im Jahr 2015 zu Ferrari und wurde bei Red Bull durch Daniil Kvyat ersetzt.

Erst im Jahr 2016 ging es für Red Bull wieder bergauf, was nicht zuletzt dem neuen Piloten Max Verstappen zuzuschreiben ist, der Daniil Kvyat ablöste. Red Bull fuhr in der Saison mehrere Siege ein und erreichte in der Konstrukteurswertung hinter Mercedes Platz zwei.

Die Rennsaison 2017 startete für Red Bull sehr schlecht. Man hatte enorme Probleme mit den Motoren von Renault, wovon vor allem Verstappen betroffen war. Gegen Saisonmitte kam Red Bull aber wieder in Fahrt. Insgesamt konnten im Rennjahr 2007 von Verstappen zwei Rennen gewonnen werden und eines von Ricciardo.

Im Jahr 2018 wurde nach einer langen Pause erstmals wieder ein Grand Prix in Österreich, der Heimat von Red Bull, ausgetragen. Wie könnte es besser passen, dass der Formeleinsring in Spielberg mittlerweile zum Red Bull Ring umbenannt wurde.